NEUES RATHAUS
Wilken Skurk - Quingelwingelqui
Wilken Skurk
Wilken Skurk, geboren 1966 in Dresden, gilt heute als herausragender deutscher Bildhauer nicht nur im Bereich der Glas-Arbeit. Er absolvierte seine Ausbildung als Schmuckgürtler und arbeitete danach als Gold- und Silberschmied. 1992 begann er zunächst an der Humboldt-Universität im Ostteil Berlins Bildende Kunst zu studieren und wechselte dann an die Universität der Künste in die Klasse des Stahlbildhauers David Evison. Relativ spät entdeckte er das Glas als künstlerisches Material. Heute ist es für ihn das wesentliche Element seiner Arbeiten.
Wilken Skurk ist ein Bildhauer, der mit verschiedenen Materialien parallel arbeitet. Eisenguss, Stahl, Holz, Stein, Beton oder Glas - Skurk verbindet die einzelnen Materialien miteinander, setzt hart gegen weich, spröde gegen biegsam, rau gegen glatt, durchsichtig gegen opak. Seine Themen sind Verbindungen, Begegnungen, Beziehungen, deren Spannungen und Gegensätze er zum Ausdruck bringen will. Er ist kein Glasbildhauer im üblichen Sinn. Seine künstlerische Botschaft vermittelt er durch die Form, das Material ist ihm Mittel zum Zweck. Seine Arbeiten sind geprägt von unserer Zeit gesellschafts-politischer Auseinandersetzung und von der Stadt Berlin, in der er lebt und von deren alter und moderner Architektur er sich zu seinen Werken inspirieren lässt.
Anette Beisenherz
Anette Beisenherz
Die 1970 in Regensburg geborene Malerin Annette Beisenherz zeigt große, moderne Marienbilder, die sie für eine Ausstellung in der Georgskapelle der Wiener Hofburg über mehrere Jahre geschaffen hat. Den Bildern liegt die Idee der Auseinandersetzung mit der menschlichen Beziehung zwischen der Mutter und ihrem Kind zu Grunde. Ausgangspunkt der Madonnen des 21. Jahrhunderts sind alte Madonnendarstellungen und eigene Fotographien. Die Arbeiten zeigen das alte Muster, vermischt mit Gesten und Stimmungen unseres heutigen Alltags und verdeutlichen die Suche nach Werten sowohl im Glauben als auch in der Kindererziehung.
Karolina Kopriva - "Polstar"
Karolína & Pavel Kopřiva
Als tschechisches Gegenüber stellen Pavel Kopřiva und Karolína Kopřivova aus, geboren 1968 und 1972 in Tschechien, beide ausgesprochene Glaskünstler mit einer für Tschechien typischen Glaskünstler-Ausbildung. Pavel Kopřiva ging zunächst auf die Schule für Künste in Jablonec nad Nisou, Karolína Kořivová besuchte die Glasfachschule in Nový Bor. Danach wechselten beide an die Akademie für Architektur und Design in Prag, wo sie als Schüler von Prof. Jiři Harcuba lernten und arbeiteten. Beide erlebten die Revolution 1989 an der Hochschule in Prag, die nicht nur die große politische Wende, sondern auch eine Änderung in den pädagogischen Methoden und Zielen mit sich brachte. Derzeit sind beide sowohl als Dozenten als auch als Künstler mit Ausstellungen im In- und Ausland tätig. Während sich Karolína Kopřivova vorwiegend kleineren, traditionelleren Glas-Objekten zuwendet, ist Pavel Kopřiva berühmt für seine außergewöhnlichen Installationen unter Verwendung von Glaskörpern und zeitgenössischen technischen Mitteln. In ihnen setzt er sich mit der modernen Gesellschaft auseinander, verbindet Wissenschaft mit Kunst. Sein Interesse gilt besonders der Nanotechnologie, seine Spezialität sind Bilder, die er durch elektrische Hochspannung auf verschiedenen Oberflächen entstehen lässt. Nachdem er zwischen 2004 und 2007 eine Fachassistenten-Stelle an der Universität in Liberec inne hatte, ist er seit 2007 Leiter des Interactiv Media Studios der Universität Usti nad Labem.
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