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Gretel und Erwin Eisch "Gläserne Schuhe"

 

Karl Grötsch (Rosini) zeigt in Kooperation mit dem Kulturmanagement Gabriele Hammer, Arbeiten des bekannten Künstlerehepaars Gretel & Erwin Eisch verschiedene Glasschuhe. Zu sehen gibt es einen „Weiden-Schuh", zwei "Flüchtlings-Schuhe" sowie ein Objekt aus der Sammlung von Erwin Eisch.

 

Erwin Eisch - BIOGRAPHIE

1927

Geboren am 18. April in Frauenau als ältestes Kind von Valentin und Therese Eisch (geb. Hirtreiter). Fünf Geschwister: Erich, Alfons, Gerda, Annemarie, Therese. Erwin Eischs Eltern heiraten erst 1928. Aus diesem Grund signiert er manche Arbeiten mit »E. Eisch, geb. Hirtreiter«. Der Vater arbeitet als Glasgraveur in der Kristallglasfabrik Isidor Gistl in Frauenau.

1933 - 1941

Besuch der Volksschule Frauenau.

1941 - 1944

Besuch der Oberrealschule Deggendorf.

1945

Drei Monate Kriegsdienst in der Tschechoslowakei und Dänemark und dreieinhalb Monate englische Kriegsgefangen-schaft in Dänemark und Schleswig-Holstein.

1946 - 1949

Ausbildung zum Glasgraveur in der neu gegründeten Werkstatt des Vaters Valentin Eisch in Frauenau und parallel dazu, im Jahr 1947, Besuch der Staatlichen Glasfachschule in Zwiesel, Klasse Bruno Mauder (Gesellenprüfung).

1949 - 1952

Studium Innenarchitektur und Glasdesign an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Professor Josef Hillerbrand; zeitgleich Besuch der Vorlesungen von Romano Guardini an der Universität München.

1952

Rückkehr nach Frauenau, um die Eltern und Geschwister beim Aufbau einer eigenen kleinen Glashütte zu unterstützen. Mit einem Zwei-Hafen-Ofen mit Ölfeuerung kann der Familienbetrieb von nun an eigenes Glas herstellen. Die Familie hatte sich zu diesem Schritt entschieden, da ihr der Kauf von Rohglas von der Konkurrenz verwehrt wurde. Erwin Eisch entwirft - neben seinem Vater und seinen Brüdern - immer wieder Glasgefäße (Einzelstücke und Serienmodelle). Gleichzeitig sammelt er praktische Erfahrungen mit »heißem Glas«.

1956

Bau eines Zwölf-Hafen-Ofens in der Glasshütte Valentin Eisch.

1956 - 1959

Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Professor Heinrich Kirchner.

1957

Gründungsmitglied der Künstlergruppe »Spur« zusammen mit Lothar Fischer, Heimrad Prem, Helmut Sturm und H.P. Zimmer. Margarete Stadler (seine spätere Frau) schließt sich 1959 der Gruppe »Spur« an, die sich 1965 auflöst. Erwin Eisch schafft informelle Gemälde.

1957 - 1959

Ateliergemeinschaft mit Lothar Fischer in der Akademie. Zeitgleich unterhält Erwin Eisch ein eigenes Atelier mit Heimrad Prem in der Münchener Goethestraße.

1960

Erwin Eisch und Gretel Stadler lösen sich von der Gruppe »Spur« und gründen zusammen mit Max L. Strack die Künstlergruppe »Radama«.

1960 bis heute

Atelier in München-Pasing.

1961

Die »Bolus Krim-Gedächtnisausstellung« in der Galerie Malura (München-Schwabing) sorgt in der ganzen Bundesrepublik für Furore, denn bei Bolus Krim handelte es sich nicht um einen verstorbenen Künstler, sondern um eine erfundene Kunstfigur. In der Ausstellung waren fiktive »persönliche« Relikte sowie Bilder und plastische Arbeiten von Bolus Krim inszeniert. Tatsächlich aber handelte es sich um Werke der Gruppe Radama. Zu einer weiteren Ausstellung der Gruppe Radama kommt es nicht.

1962

Gretel Stadler und Erwin Eisch heiraten und lassen sich endgültig in Frauenau nieder. Zusammen haben sie fünf Kinder: Katharina (*1962), Valentin (*1964), Veronika (*1965), Susanne (*1968), und Sabine (*1969).

Im Juni erste Ausstellung mit Arbeiten aus Glas im Glas- und Porzellanhaus Tritschler, Stuttgart.

Im August besuchen Bess und Harvey K. Littleton auf einer Europareise auch Erwin Eisch in Frauenau - neugierig geworden durch einen eigenwillig geblasenen Krug, den Littleton zufällig in Zwiesel gesehen hatte. Das Zusammentreffen von Erwin Eisch und Harvey K. Littleton in Frauenau gilt als die Geburtsstunde einer neuen Ära der Glaskunst. Ihre gemeinsame Leidenschaft für das freie Experimentieren an selbstgebauten Studioglasöfen begründete einen regen künstlerischen Austausch zwischen Europa und den USA, der immer weitere Kreise zog.

1964

Einladung zum »World Crafts Council« nach New York und erstes Glasseminar mit Harvey K. Littleton an der University of Madison, Wisconsin; Bekanntschaft mit zahlreichen Glaskünstlern, u.a. Dominick Labino, Marvin Lipofsky, Sam Herman, Bob Fritz.

1964 bis heute

Lehraufträge in Europa (Foley College of Art, Stourbridge, England) und den USA (University of Madison, Wisconsin, State College San José, Kalifornien; School of Design, Haystack, Maine; Alfred University, Alfred, New York; Pilchuck Glass School, Seattle, Washington)

1965

Im Untergeschoß der Glashütte baut sich Erwin Eisch einen eigenen kleinen Studio-Ofen, der ihn von der Hütte unabhängig macht.

1967-1972

Entwurf, Bau und Weihe der Sankt-Hermann-Gedächtnis-Kapelle bei Frauenau. Idee und Entwurf stammen von Erwin Eisch, Peter Kobbe und dem Architekten Helmut Koller, der bereits 1968 bei einem Autounfall ums Leben kommt.

1969

Ausstellung des Environments »Jungbrunnen« im Rahmen der Bundesgartenschau in Dortmund.

1970

Mit dem Glasobjekt »Telefon« beginnt die Werkgruppe der verfremdeten Objekte aus geblasenem Glas. In den folgenden Jahren entstehen »Bierkrüge«, »Kannen«, »Schuhe«, »Herzen« etc.

1971

Ausstellung »Narziß - ein Interieur« in der Galerie Rutzmoser, München und im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg.

1975

Erwin Eisch ist neben Bürgermeister Alfons Hannes und Helmut Schneck Initiator des Glasmuseums Frauenau, das 1975 eröffnet wird. 2005 wird an der Stelle des ersten Gebäudes ein Museumsneubau eröffnet.

Neben der künstlerischen Beschäftigung mit Glas wächst in Erwin Eisch wieder das Interesse an der Malerei.

1976

Die Kopfserie »Harvey K. Littleton« wird vom Corning Museum of Glass erworben.

1977

Erste Ausstellung der Unikat-Serie »Poesie in Glas« im Glas- und Porzellanhaus Schafferer, Freiburg. Veröffentlichung der Mappe »Zeichnungen - Gedichte« von Erwin Eisch und Dr. Peter Kobbe.

Erwin Eisch erhält beim Coburger Glaspreis einen Ehrenpreis.

Gründung der Keramikwerkstatt »Lehm & Lehm Lassen« zusammen mit Robert Strini und Dr. Peter Kobbe in Frauenau.

1978

Erwin Eisch erhält den Bayerischen Staatspreis.
Serie von Ölgemälden mit dem Titel »Kopflandschaften«.

1980

Erste »Bottled Spirits«.

1981

Erwin Eisch spielt die Rolle des Fremdenführers in dem Film »Das letzte Loch« von Herbert Achternbusch.

1982

Mitorganisator des »Ersten Internationalen Glas Symposiums Frauenau«. Weitere Symposien folgen in den Jahren 1985, 1988 und 2005.

Beginn der »Buddha-Glaskopf-Serie«.

Erwin Eisch wird mit der Honorary Membership G.A.S. (Glass Art Society) ausgezeichnet.

1983

Wandmalerei im Kreiskrankenhaus Kötzting/Bayerischer Wald.

1985

Erwin Eisch erhält beim Coburger Glaspreis den Ersten Preis.

1987

Gründung der freien Akademie »Bild-Werk Frauenau e.V.«. Im August des folgenden Jahres werden bereits 14 Kurse in den Bereichen Glasgestaltung, Zeichnung, Malerei und Keramik angeboten.

Erwin Eisch erhält den Kulturpreis Ostbayern.

1989

Beginn der »Picasso«-Serie« (Köpfe aus Glas)

1992

Gold Award für die Arbeit: »My love to Anne Frank«. American Interfaith Institute, Philadelphia, PA.

1993

Die Mappe »Erwin Eisch. Herzeleid« erscheint im Verlag Lichtung, Viechtach.

1994

Erste Reise nach Japan anlässlich einer Ausstellung in Nagahama. Sechs weitere Japanreisen folgen bis heute.

1995

Eröffnung einer eigenen Galerie in Frauenau (heute: »Galerie am Museum/Eisch Atelier«).

Erwin Eisch wird mit dem Lifetime Achievement Award, G.A.S (Glass Art Society) ausgezeichnet.

1998

Erwin Eisch erhält den Waldschmidt-Preis.

2002

Erwin Eisch wird mit dem Lifetime Achievement Award, Urban-Glass, Brooklyn, NY ausgezeichnet.

2007

Anlässlich seines 80. Geburtstages am 18. April wird Erwin Eisch die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Frauenau verliehen.

 

Weiter Informationen erhalten Sie bei:

Rosini
Schuhe & Ambiente
Pfarrplatz 1
92637 Weiden
Tel: 0961/4702058
www.rosini.de
info@rosini.de

ODER:

Gabriel Hammer
Kulturmanagement
www.gabrielehammer.de
kultur@gabrielehammer.de

Gretel & Erwin Eisch - Flüchtlings Schuh

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Aktuelle Termine

Samstag,
3. März 2012

18 bis 21 Uhr, Weiden

 

 

Alle Exponate können vom 3. März bis 31. März 2012 an den Veranstaltungsorten zu den jeweiligen Geschäftszeiten besichtigt werden.